Auf den Spuren des Pentaeder


Werkstattbericht

Thema: Entscheiden und Führen

Vier Aspekte des Entscheidens haben uns im letzten halben Jahr so stark beschäftigt, dass sie ihren Niederschlag in kurz zusammenfassenden Beiträgen gefunden haben. Ihr roter Faden heißt „relevante Zusammenhänge“.
(1) Ein neues Bild zur Verbindung von Entscheiden und Führen.
(2) Der systemische Zusammenhang zum Verständnis von Verantwortung.
(3) Die Funktion der Intuition, die ja in komplexen Situationen sehr hilfreich ist. Und
(4) Der „Realitätscheck“ mit der Neurobrille auf die vorherrschenden Wahrnehmungsmuster.

Bei genauem Hinsehen besteht zwischen Entscheiden und Führen eine sehr enge Verbindung. Und es zeigt sich, dass dieses genauere Hinsehen lohnt, da es die Entwicklung des Führungshandwerks nachhaltig voranbringen kann. Diese Aufgabe ist nur mit einer von Geduld und Vorstellungskraft geprägten Grundhaltung zu schaffen. Unsere mentalen Modelle sind noch überwiegend bestimmt von Personenzentrierung, Hierarchie und klassischen Machtvorstellungen (siehe Beitrag von Dirk Bayas-Linke). In starkem Kontrast dazu ist die heutige Wirklichkeit in fast allen Organisationen, nicht nur den global operierenden zweifellos viel mehr bestimmt durch Teams und Netzwerke, durch Vernetztes Entscheiden und Distributed Leadership. Liegt Ihnen sowohl das operative Handwerk als auch die Zukunft von Führung am Herzen? Dann sollten Sie, davon überzeugen wir uns gerade täglich, diese beiden Phänomene konsequent in den Vordergrund rücken!

Entscheiden ist ohne Verantwortung undenkbar – und umgekehrt (siehe Beitrag direkt aus der Praxis von Bernd Opp). Eine Klärung der oft sehr unterschiedlichen Vorstellung von Verantwortung und deren Verteilung birgt enormes Steigerungspotenzial bezüglich Qualität, Tempo und Timing von Entscheidungsprozessen. Stichwort: Verantwortungs- und Entscheidungsarchitektur.

Ein weiterer Zusammenhang, der noch immer allzu oft analytisch-wissenschaftlich getrennt wird ist der zwischen Ratio und Intuition. Wir plädieren sehr dafür diese als die zwei Seiten desselben Verstandes zu begreifen und stärker zu nutzen. Ulrike Sutrich erläutert den Nutzen und die Zugänge zu der intuitiven Seite des Verstandes im Organisationskontext und bietet Tipps an wie Sie ein gutes Gespür für das „Pärchen“ Ratio und Intuition pflegen können.

Die in den Beiträgen skizzierten Zusammenhänge werden unsere Klienten, unsere Netzwerkpartner und uns selbst natürlich im Jahr 2012 weiter beschäftigen. In dieser frohen Erwartung wünschen wir allen Lesern alles Gute für die Weihnachtszeit und das Neue Jahr.