Auf den Spuren des Pentaeder


Werkstattbericht

“über Tina laut nachgedacht …”

Tina  ist gefährlich, so sagt man. Doch wer ist sie eigentlich, diese Tina, die den meisten nur mit Vornamen bekannt ist. Die wenigsten wissen, dass sie mit vollem Namen eigentlich Tina Ude-Patia heißt.

Wie kommt es eigentlich, dass manche Entscheidungen den Beteiligten als “alternativlos” erscheinen? – Es soll ja durchaus vorkommen, dass Menschen sich mit besten Absichten mit einem Thema befassen und tatsächlich zur besten aller Entscheidungen kommen wollen, und dennoch eben “beim besten Willen” nicht darauf kommen, wie eine alternative Lösung für ein “gegebenes” Problem aussehen könnte. Bei solcher (zumindest empfundener) Perspektivlosigkeit ist es verständlich, dass auch die damit verbundenen “Entscheidungen” als “alternativlos” wahrgenommen werden. – Und so “schmoren die Entscheider im eigenen Saft” vor sich hin …

Es sei denn, es gelingt, die Perspektive zu wechseln, und die inhaltliche Ebene der Entscheidungsfindung zu ergänzen. Zu ergänzen mit Fragen, die sich zunächst mehr auf den Prozess des Entscheidens beziehen als auf die inhaltlichen Fragestellungen selbst: z.B.

  • Was würde uns wichtiger erscheinen, wenn wir deutlich langsamer mit der Entscheidung vorangingen? – Worauf hingegen würden wir besonders achten, wenn wir schneller vorangingen?
  • Wenn wir den Umfang der Entscheidung aufteilen würden in kleinere Teil-Entscheidungen, was würde sich dadurch ändern? – Wenn wir das Thema hingegen in einen größeren Zusammenhang stellen, was wiederum ändert sich dadurch?
  • Woran würden wir später erkennen, dass die Entscheidung, die wir gerade treffen wollen, zu früh oder zu spät gefallen ist? – Was bedeutet das für die Entscheidungskriterien, die wir bisher berücksichtigen?

Auf der Prozessebene sind häufig Alternativen zu finden, die auf der rein inhaltlichen Ebene im Dickicht der Komplexität und der Details verschwinden. Ach ja, und Tina? – Eigentlich heißt sie ja Tina Ude-Patia: “There Is No Alternative – Until DEcision Processes Are Taken Into Account”

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